Essbarer Campus

Die UNIL und die EPFL verfügen seit jeher über Anbauflächen. Früher wurden einige Parzellen auf dem Campus noch für die Viehzucht genutzt. Um die lokale und biologische Produktion in der Stadt zu fördern, ist unsere Vision, dass sich die Studierenden wieder an der Landwirtschaft auf dem Campus beteiligen könnten. Die Ernten könnten auf dem Markt verkauft, bei « Disco-Suppen » verteilt oder von Kantinen verwendet werden.

Im Dezember 2017 nahmen Thomas Verduyn, Mélodie Rey und Gaël Packer am Urban Creathon teil, der von oikos Lausanne organisiert wurde, und gewannen den ersten Preis mit dem Projekt « Campus Farm », das die Idee einer Studentenfarm auf dem Campus entwickelt, die Forschung, lokale Produktion und gemeinschaftliche Experimente miteinander verbindet.

Anfang 2018 schließen sich Mitglieder des Vereins TREE der EPFL mit Légumes Perchés bei der Suche nach dem besten Standort für einen studentischen Garten zusammen.

Am 2. Mai 2018 überreichen wir dem Verantwortlichen für den nachhaltigen Campus einen Projektvorschlag für die Realisierung des ersten Studentengartens an der EPFL: den Jardin de Bassenges. Noch am selben Tag wird der Antrag angenommen und die Studenten sehen darin bereits einen Bereich für Garten- und Gemüseanbau, der von Studenten und Mitgliedern des Energiezentrums mitbetreut wird, wo dieses neue Projekt das Licht der Welt erblicken wird.

Unsere Vision ist stark von Jean-Martin Fortier inspiriert, einem Landwirt und Autor, der sich auf biologische Landwirtschaftspraktiken spezialisiert hat und sein Modell einer menschengerechten, ökologischen und rentablen Landwirtschaft vorschlägt. Nach diesem Modell stellen wir uns eine biologische Mikrofarm ähnlich wie die Jardins de la Grelinette vor, deren Philosophie darin besteht, besser statt mehr anzubauen, indem die Anbausysteme optimiert, lukrativer und langfristig tragfähig gemacht werden.


« Ersetzen wir die Massenlandwirtschaft durch eine Landwirtschaft durch die Masse ». Jean-Martin Fortier


Der Garten von Bassenges

23 Avril : Premiers semis

Dank der Samenspenden unserer Freunde konnten wir die ersten Samen in den Gewächshäusern der UNIL keimen lassen, wo sie vor Kälte geschützt waren!

18. Mai: Erste partizipative Baustelle

Etwa 15 Schüler waren an diesem Tag anwesend, Mitglieder der Vereine Légumes Perchés, Tree oder Polysi, alle haben mit angepackt, um diesen Garten zu realisieren! Wir entschieden uns, unsere 60 m2 große Parzelle in drei Teile zu teilen, um die Erde anders vorzubereiten und die Auswirkungen auf die Erträge zu untersuchen. Letztendlich hat die Realisierung dieses Gartens dank der Darlehen und Spenden des benachbarten Landwirts, der UNIL und der benachbarten Vereine keinen einzigen Cent gekostet.

31. Mai: Eröffnungsabend

Dank der Talente der Musical EPFL konnten wir ein cooles Aperitif-Konzert inmitten von Strohballen genießen, um den neuen Jardin de Bassenges offiziell einzuweihen!

Potager à l'école

18. Juli: Erste Ernten

Obwohl wir uns für ein starkes Mulchen unserer Parzellen entschieden hatten, waren stundenlange Bewässerung und Handjäten nötig, um die ersten Früchte reifen zu sehen.

In Kürze: erste Bilanz, Suppen-Disco, Plan 2019, Schulungen

Die positiven Auswirkungen des Gartens sind bereits spürbar und es wird notwendig sein zu verstehen, wie dieses Projekt im Laufe der Jahre nachhaltig werden kann.

Um eine interdisziplinäre und multikulturelle Gemeinschaft rund um dieses Paradies zu schaffen, müssen weitere Arbeitseinsätze und Bildungsworkshops zwischen Landwirten, Gemüsebauern, Forschern und Studenten organisiert werden, um das Wissen und die Erfahrungen aller zu vereinen und nachhaltig auf unsere Umwelt einzuwirken.

Die Hauptproblematik der Studenten ist, dass sie in der Ferienzeit oder während der Prüfungen nicht mehr so engagiert sind.

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